Individuelle Wasserarchitektur für einen repräsentativen Eingangsbereich
Kategorie: Wasserobjekt / Sonderanfertigung
Standort: Schweden
Status: In Planung
Ausführung: Rostwerk
Für den Eingangsbereich eines neu geplanten Autohauses in Schweden entwickelt Rostwerk eine großformatige Wasserwand, die Architektur, Wasser, Licht und Metall zu einem eigenständigen Gestaltungselement verbindet. Die Anlage ist mit einer Gesamtgröße von rund 3 × 3 Metern geplant und soll als zentraler Blickfang im Showroom dienen.
Ein massiver Rahmen aus Cortenstahl nimmt die Materialität der Gebäudearchitektur auf, während eine dunkle wasserführende Rückwand einen ruhigen Kontrast bildet. Die komplette Anlage wird als technische Sonderanfertigung entwickelt, vormontiert und vor der Auslieferung umfassend getestet.
Gewünscht war eine repräsentative Wasserwand, die sich gestalterisch in die moderne Architektur des Autohauses einfügt und gleichzeitig eine starke, hochwertige Präsenz entwickelt.
Cortenstahlrahmen als Bezug zur Fassadengestaltung des Gebäudes
Dunkle, ruhige Wasserfläche mit warmweißer Beleuchtung
Direkte Integration des Kundenlogos in die wasserführende Rückwand
Unsichtbar integrierte Wasser-, Pumpen- und Elektrotechnik
Der äußere Rahmen besteht aus 3 mm starkem Cortenstahl und wird vollständig nach Maß gefertigt. Die beiden seitlichen Wangen bilden gemeinsam mit dem oberen Rahmenteil eine klare architektonische Einfassung der Wasserfläche. Sichtbare Außenecken werden möglichst gekantet ausgeführt, um Schweißnähte in den besonders exponierten Bereichen zu vermeiden.
Mit der natürlichen Rostpatina des Cortenstahls entsteht ein warmer Kontrast zur dunklen Wasserfläche.
Im Gegensatz zu einem frei fallenden Wasservorhang läuft das Wasser bei diesem Projekt direkt über die dunkle Rückwand. Entscheidend für die Wirkung ist ein möglichst gleichmäßiger Wasserfilm über die gesamte sichtbare Breite von rund 2,40 Metern.
Dafür wird im oberen Bereich der Anlage ein verdecktes Wasserverteilsystem aus Edelstahl vorgesehen. Das Wasser wird zunächst innerhalb einer Beruhigungs- und Druckausgleichskammer gleichmäßig verteilt und anschließend über eine exakt nivellierte Überlaufkante auf die Rückwand geführt. Die gesamte Wasserverteilung bleibt hinter der oberen Cortenstahlwange verborgen.
Aufgesetzte Logos mit Abstandshaltern würden den Wasserfilm an den Befestigungspunkten unterbrechen. Deshalb wird das Kundenlogo direkt aus der Rückwand ausgeschnitten und als passgenaues Metallelement wieder eingesetzt. Dadurch entsteht eine nahezu flächenbündige Oberfläche, und das Logo wird zum Bestandteil der Wasserwand.
Zusätzliche kreisförmige Lichtpunkte rund um das Logo werden von hinten über eine flache Lichtleitertechnik beleuchtet und setzen einen warmen, dezenten Akzent.
Eine durchgehende warmweiße LED-Lichtlinie wird verdeckt in der oberen Wange montiert und beleuchtet den Wasserfilm von oben. Zusätzlich sorgen fünf in einem trockenen Bereich des Beckens integrierte LED-Spots für Licht von unten. Die Beleuchtung soll die Bewegung des Wassers hervorheben, ohne selbst in den Vordergrund zu treten.
Das Wasser wird in einem maßgefertigten Auffangbecken aus V4A-Edelstahl gesammelt. Das Becken bildet gleichzeitig den unteren architektonischen Abschluss der Anlage. Pumpe, Leitungen, Ablauf und weitere wassertechnische Komponenten werden soweit wie möglich unsichtbar innerhalb der Konstruktion integriert.
Der Wasserkreislauf arbeitet geschlossen: Aus dem Auffangbecken wird das Wasser über eine leistungsfähige OASE-Pumpe in die obere Verteilerkammer gefördert. Von dort läuft es über die Rückwand wieder zurück in das Becken. Regelarmaturen ermöglichen die genaue Einstellung des Volumenstroms.
Die Rückseite der Wasserwand erhält abnehmbare Revisionsverkleidungen aus schwer entflammbaren Aluminium-Verbundplatten mit mineralischem Kern. Pumpen-, Elektro-, Beleuchtungs- und Wassertechnik bleiben dadurch zugänglich, ohne die sichtbaren Elemente der Anlage demontieren zu müssen.
Eine Wasserwand dieser Größe soll nicht erst auf der Baustelle zum ersten Mal funktionieren. Deshalb wird die komplette Anlage vor der Auslieferung bei Rostwerk weitgehend vollständig aufgebaut. Rahmen, Becken, Rückwand, Wasserverteilung, Pumpe, Beleuchtung und Logo-Technik werden montiert und gemeinsam getestet.
Anschließend läuft die Anlage mindestens 24 Stunden im Dauerbetrieb. Dabei werden Dichtigkeit, Wasserverteilung, Geräuschentwicklung, Pumpenleistung und Beleuchtung kontrolliert und optimiert. Erst wenn das Wasserbild den gewünschten Anforderungen entspricht, wird die Anlage für den Transport vorbereitet.
Gesamtbreite: ca. 3.000 mm
Gesamthöhe: ca. 3.000 mm
Sichtbare Wasserbreite: ca. 2.400 mm
Cortenstahlrahmen: 3 mm
Auffangbecken: V4A-Edelstahl
Verdecktes Wasserverteilsystem und geschlossener Wasserkreislauf
LED-Beleuchtung von oben und unten
Integriertes Kundenlogo mit hinterleuchteten Lichtpunkten
Vollständige Vormontage und Werkstest in der Schweiz
Das Projekt zeigt, wie Rostwerk individuelle Metallgestaltung versteht. Bei einer Sonderanfertigung dieser Art geht es nicht darum, ein bestehendes Standardprodukt lediglich in anderen Abmessungen herzustellen. Konstruktion, Wassertechnik, Beleuchtung, Logo-Integration, Materialwahl, Wartung und Transport müssen von Anfang an gemeinsam betrachtet werden.
Aus einer ersten gestalterischen Idee entsteht so Schritt für Schritt eine technisch durchdachte Anlage, die exakt auf den jeweiligen Ort und die Architektur abgestimmt ist.